Kalter weißer Mann

Vorfreude 100%
Bühne 80%
Textsicherheit 75%
Spiel und Regie 94%

Folgt dem Stand der Dinge auf:

KALTER WEISSER MANN

VonDietmar Jacobs und Moritz Netenjakob

Premiere und weitere Vorstellungen

PREMIERE
17. Oktober 2026 /20 Uhr

Margot-Försch-Haus, Gonsenheimer Straße 43, Budenheim, Einlass und AK ab 19 Uhr

Weitere Vorstellungen:

18. Oktober / 19 Uhr

23. und 24. Oktober / 20 Uhr

25. Oktober / 19 Uhr

Einlass und Abendkasse jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

Ein Todesfall, eine Trauerfeier, ein Pfarrer in Zeitnot und eine Belegschaft in Schwarz. Gernot Steinfels, Gründer und Patriarch einer mittelständischen Firma für Feinwäsche, ist mit 94 Jahren friedlich eingeschlafen. Ein leiser Tod, ein würdiger Rahmen, alles wie bestellt. Auch der Kranz. Mit Schleife. Darauf steht: „In tiefer Trauer. Deine Mitarbeiter.“ Zack, ist alle Andacht dahin.

Horst Bohne, Nachfolger in Startposition, hat den Text selbst formuliert und hält ihn für genauso angemessen, wie seine Trauerrede. Marketingleiterin Alina findet ihn unvollständig. Social-Media-Assistent Kevin übergriffig. Die Praktikantin für mindestens so veraltet wie den Verstorbenen. Binnen Minuten steht nicht mehr der Dahingegangene im Mittelpunkt, sondern die (Un-)Möglichkeit eines Sternchens auf einer Trauerschleife.

Was folgt, ist eine Kettenreaktion atomaren Ausmaßes. Jeder Satz, der die Lage moderieren soll, beschleunigt die Spaltung. Zuerst geht es um das Gendersternchen, dann um das Betriebsklima und schließlich um alles, worauf das Unternehmen jahrzehntelang gebaut ist. Zwischen Trauerballons, Andachtsbildchen und Streuselkuchen im Tuppercontainer sprengt sich die Führungsetage mitsamt ihren Ansprüchen an männliche Vorherrschaft hier und gerechten Bedingungen dort selbst in die Luft. Irgendwann hat sogar der Pfarrer mehr als nur die Nase voll.

Mit „Kalter weißer Mann“ bringt der Theaterverein „Pank & Ratius – kleine bühne budenheim e.V.“ am 17. Oktober seine erste Produktion seit „Das perfekte Geheimnis“ (2023) auf die Bühne. Das Stück stammt von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, dem Autorenduo hinter „Extrawurst“. Beide schrieben unter anderem mit an Drehbüchern für „Stromberg“, „Pastewka“ und „Mord mit Aussicht“. Uraufgeführt wurde „Kalter weißer Mann“ im April 2024 am Renaissance Theater in Berlin, seither steht es bundesweit auf den Spielplänen. Das Stück nimmt keine Seite in Schutz. Misst aber jede an den eigenen Ansprüchen. Bis die Sekretärin, die leiseste Frage des Abends stellt: „Warum sind hier eigentlich alle so sicher, dass sie recht haben?“ Am Ende fehlt die Antwort.

Es spielen: Dirk Horstmann, Lars Kern, Johanna Kreckel, Anja Kunz, Michaela Paefgen-Laß, Gerrit Pawliczak.

Regie: Guido Paefgen, Assistenz: Stephan Schröder.

EINTRITT: 15 EURO / ermäßigt 12 EURO

KALTER WEISSER MANN

TEAM

Auf der Bühne

Es spielen

Simone Wittenstein, Katharina Raster, Dirk Horstmann, Michaela Paefgen-Laß, Lars Kern, Anja Kunz, Robert Born, Gerrit Pawliczak und Stephan Schröder

Vor der Bühne

Regie

Guido Paefgen (Regie)

Stephan Schröder (Regieassistenz)

 

Vor der Bühne

Technik

Stephan Schröder (Effekte)

Bianca Wolf (Ton)

Christoph Kreckel (Licht)

Vor der Bühne

Es soufflieren

Bettina Gall, Kerstin Dotzer und Elisabetta Iozelli-Reinhart

Sichtbar Macher

Plakate & Flyer

Hannes-Jasper Paefgen, Gestaltung und Design

"Wer weiß, wie viele Paare auseinanderbrechen würden, wenn der eine einen Blick in das Handy des anderen werfen könnte?"
Eva
Psychotherapeutin

Das perfekte Geheimnis

Adresse und Anfahrt

Was gibt es Neues bei Pank & Ratius?

Tragt euch hier in unseren Newsletter ein.

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner